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Franz Weich
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 Biografische Notizen 
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Jugend in München
Geboren 29.12.1933 in München. Aufgewachsen in der Vorstadt. Volksschule während des Krieges und gleich danach, d.h. sehr oft gar keine.
Werkzeugmacherlehre im Kleinbetrieb, der Chef ein übler Prügler: „damit Menschen aus euch werden“. Anschließend verschiedene Jobs in München. Die Nase voll und nach Australien ausgewandert.

andere Länder
Nach ein paar Jahren, per Motorrad quer durch Asien zurück nach München. In die Lodenmantelrepublik. Später ein neuer Versuch: Canada. Anschließend die Möglichkeit, durch die USA und Mexico zu fahren.

Fotograf aus Passion
Seit langer Zeit Interesse an der Fotografie und Fotomontage, Mitglied bei der Münchner Gewerkschaftsjugend-Fotogruppe, Ausstellungsbeteiligungen.

weitere Berufe
Nach dem Canadaaufenthalt wieder in München gearbeitet. Fachschulstudium Maschinenbau. Dann der Sprung ins kalte Wasser: Beginn der Arbeit als freier Fotograf/Bildjournalismus, später freier Kameramann für TV-Dokumentationen. Fast zwanzig Jahre lang Medienarbeit – mit wachsendem Zweifel an der Rolle dieser Institution.

Jetzt
Vor zehn Jahren wieder Kehrtwendung: back to the roots. Gründung einer Kleinfirma für Präzisionsmechanik für die Elektronindustrie; seitdem seine Hauptbeschäftigung und Broterwerb.

–> www.johann-und-weich.de

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 Aussagen zum Werk 
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 Der Kunsthistoriker Dr. Richard Hiepe über Franz Weich:

„[...] Dabei ist dieser Franz Weich kein optischer Geschichtenerzähler. Vielmehr ein Konstrukteur, dessen Fotografien zur Mehrheit aus Formen gebaut sind, als stünde ein moderner Architekt hinter der Linse: wenn die mattgrünen Schachtelformen einer pfiffigen Architekturgruppe aus einem ziemlich trostlosen Straßenvordergrund emporwachsen wie ein modernes Märchenschloß. Hier macht vor allem die exzeptionelle Farbigkeit die fotografischen Qualitäten aus. Der Blick des Gestalters für die bildnerischen Werte aus reinen Farben und Formen.“



 Franz Weich über seine Fotografien:

„Ich wollte keine Sonnenuntergänge fotografieren und keine Steinbögen oder knorrigen Cowboygesichter im Lichte der Lagerfeuer. In einer großen Schleife – the big loop – bin ich von Kalifornien nach Nevada, durch Utha, New Mexico, durch Arizona, wieder Nevada und Kalifornien gefahren. Ich habe Bilder gemacht, wo und wann immer ich es für wichtig und richtig hielt. Unabhängig von der Tageszeit, vom Licht oder von was auch immer. Landschaften mit und ohne Spuren der sie bewohnenden oder ausbeutenden Menschen. Die Fotos sollten wie Dokumente sein, ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit, wie sie vor mir lag, wie ich sie angetroffen habe, ohne romantische Verklärung – einfach ein Ausschnitt, der als Bild gesehen für sich wichtig war, im Kontext der Reise und der Landschaft seine Bedeutung hatte.

Ich komme also auf meiner Reise an einen bestimmten Ort und ich beschließe, ein Foto zu machen. Ein handwerklicher Prozess, ich erledige ihn, so gut ich kann. Unter Berücksichtigung aller Faktoren die mir bekannt sind. Das Ergebnis: ein Foto von einem bestimmten Punkt of the big loop. Oder eben eines alten Industriegebäudes in München, oder einfach eines Hauses. Das Ergebnis ist ein Bild, das anzusehen sich lohnt. So hoffe ich. Das wollte ich zeigen.“


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